Balkan-Blues Brothers Bratsch mit Album Brut de Bratsch auf Tour

Die bereits als Balkan-Blues Brothers betitelten Herren von Bratsch brachten vergangenen November eine Anthologie mit den besten Titeln ihrer 40 jährigen Bandgeschichte heraus. Ihre “imaginäre Folklore” können Fans in Deutschland ab März live erleben…

TERMINE

16.03 Austria – Wien – Akkordeonfestival
25.03 Helmbrechts – Oberfränkisches Textilmuseum
26.03 Regensburg – Alte Mälzerei
27.03 Frankfurt – Brotfabrik
28.03 Reutligen – Franz K
29.03 Leipzig – Nato
30.03 Berlin – Grüner Salon
31.03 Dresden – Dreikönigskirche
01.04 Hamburg – Fabrik
02.04 Worpswede – Music Hall
03.04 Düsseldorf – Zakk

40 Jahre – was für eine einmalige Reise! Wie wenige Bands können auf vier Jahrzehnte Bandgeschichte zurückblicken wie die französischen Superstars, diese

“ausgefuchsten Akustiker” (FAZ), die “Balkan Blues Brothers” (SZ).

Anlässlich ihres sage und schreibe 40 jährigen Band-Jubiläums erschien im November 2013 eine fantastische Anthologie mit dem schönen und sehr französischen Titel Brut de Bratsch (Harmonia Mundi) – es ist eben wie bei alten Weinen und Jahrgangs-Champagnern: je älter, desto toller, und genauso treiben es auch Bratsch.

“Nie wieder Einfalt!”, titelte Wiglaf Droste mal über ein Konzert von Bratsch.

Bratsch laut nicht weniger Stimmen eine der besten Bands, die überhaupt live zu sehen sind, was sie zuletzt auch bei großen Festivals (wie beim Berliner Jubiläumsfestival zusammen mit Patti Smith und Calexico, die sich als große Fans der Band outeten, oder beim Frankfurter Palmengarten Open Air vor gut 1.000 zahlenden Zuschauern, oder beim Montreal Jazz Festival vor Zentausenden…) nachdrücklich bewiesen.

Die Kritiker der “FAZ” haben Bratsch über die zwei Jahrzehnte, die die Band nun in Deutschland spielt*, aufmerksam begleitet. Im Sommer 2013 brachte Norbert Krampf in der “FAZ” das Phänomen Bratsch restlos begeistert auf den Punkt:

Das Quintett der Individualisten scheint Synonym für Kontinuität, vermittelt zeigt aber auch stilistische Offenheit und einen wachen Geist. Von je her schlägt das Herz der Bratsch-Mitglieder für musikalische Nomaden, insbesondere die Leidenschaft der Sinti und Roma. Traditionen aus Osteuropa oder Armenien und die Freiheitsliebe des Jazz inspirieren ebenfalls die von Bratsch meist selbst komponierten Stücke. So kreiert das Quintett eine sehr persönliche, imaginäre Folklore, die im besten Sinne Weltmusik ist: grenzenlos und integrativ, gleichzeitig respektvoll gegenüber den jeweiligen Wurzeln. […] Mit ihrem Geschichtsbewusstsein, ihrer Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit gegenüber dem Lauf der Welt sind Bratsch ebenso zeitlos wie aktuell.”

Bratsch sind geradezu ein Synonym für Musiker auf der Wanderschaft. Und zwar im realen Sinn wie im geistig-kulturellen: was sie seit jeher mit ihren Brüdern im Geiste, den “Tsiganes”, teilen ist das Interesse an neuen Kulturen, daran, die Musiken, die sie auf ihren Reisen kennenlernen, aufzugreifen und zu ihrer eigenen Musik zu machen. Bratsch sind eine der prägenden Bands, für die vor fast zwei Jahrzehnten in Frankreich der schöne Begriff der “imaginären Folklore” erfunden wurde.

Im November 2013 erschien das neue Album von Bratsch – eine große Anthologie aus vierzig Jahren Bandgeschichte, aus Altem und Neuem und Wiedergehörtem und “Unerhörtem” – “Brut De Bratsch 1976 -> 2013”. Drei CDs, eine DVD und ein 142seitiges (!) Booklet mit vielen Schätzen und Fundstücken aus dem Bandarchiv. Das Jubiläumsprogramm hat im Februar 2014 im Rahmen einer einwöchigen Residenz im Pariser Theater l’Européen Premiere; im März/April 2014 stellen Bratsch das Programm auch live in D-A-CH vor.

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