France @ Reeperbahn Festival 2014

Bereits zum neunten Mal findet in diesem Jahr vom 17. bis zum 20. September das Reeperbahn Festival in Hamburg statt. Auf Initiative des bureauexport, mit Unterstützung vom Institut Français, werden auch dieses Jahr wieder zahlreiche in Frankreich produzierte Bands in Hamburg zu sehen sein. Hier alle bestätigten Acts.

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GUTS

Mittwoch, 17.09. @ Jazz Café, 22:20-23:20

“No guts, no glory”“ ist die heimliche Devise eines jeden Festivals. Denn ohne guts ist es nicht soulphisticated, ohne guts läuft es nicht glatt auf dem Parkett, ohne guts kein Spaß. Genau dafür ist der Pariser Musiker und Produzent da. Der kleinste gemeinsame Nenner seines Sounds ist HipHop, ihm ist er seit 25 Jahren verfallen, nicht anders als „Hip Hop After All“ darf sein Album heißen. Und doch ist das nur das Band, das ein ganzes Paket bunter Überraschungen bereithält. Soul, Jazz, Funk, Trip-Hop, Electronic und Reggae packt er in den Karton wie ein nach Feierabend gierender Aalhöker auf dem Hamburger Fischmarkt. Aber das wohlbedacht und nicht wahllos und willkürlich.

Analoglife by Guts / -> Freikarten für Guts in Berlin gewinnen

 

Ibeyi

IBEYI

Donnerstag, 18.09. @ Imperial Theater, 23:45-00:30

Ibeyi stammt aus der Sprache der Yoruba und heißt „Zwillinge“. Der Name passt genau auf das gleichnamige französisch-kubanische Duo, denn Lisa-Kaindé und Naomi Diaz sind Zwillinge. Die Yoruba sind ein westafrikanisches Volk, deren Mitglieder vor ein paar Jahrhunderten als Sklaven nach Kuba verschleppt worden sind. Bis heute ist die Santeria, eine Naturreligion, auf der Karibikinsel noch weit verbreitet, musikalisch sind viele der Rhythmen in die vielfältige kubanische Volksmusik eingegangen. Die Musik von Ibeyi enthält diese perkussiven Elemente, aber auch viel Seele. Die Schwestern hatten einen großen musikalischen Lehrmeister: Ihr Vater Anga Diaz wurde als Perkussionist durch das Zusammenspiel mit dem Buena Vista Social Club bekannt. Die Musik von Ibeyi enthält Elemente von Soul, Synthie-Pop und Afro-Cuban.

www.ibeyi.fr

Klo Pelgag

KLO PELGAG

Donnerstag, 18.09. @ Neidklub, 13:00-13:30

Die Website von Klô Pelgag erinnert an ein Märchenbuch. Eine vergilbte Seite mit altmodischen Zeichnungen, die, sobald man sie anklickt, eine andere Gestalt annehmen und erst dann die Kategorie freigeben, für die sie stehen. Aber auch dort scheint vor allem die Fantasie zu regieren. So steht unter „Biographie“, dass Klô Pelgag erst im Alter von 42 Jahren und als Mutter von neun Kindern (!) als Musikerin angefangen habe. Dabei sei sie ständig von ihrem Säufer-Vater und der Mutter, die nur die Flaschen wegbringen durfte, beargwöhnt worden. Hm. Die zierliche Klô Pelgag sieht aus wie 25 und hat offenbar eine blühende Fantasie. Die nutzt sie für gefühlvollen Pop, den sie mit klarer Stimme intoniert…

www.klopelgag.com

 

Skip The Use

SKIP THE USE

Donnerstag, den 18.09. @ Rock Café St. Pauli, 23:40-00:30

Kalt ist es in Ronchin bei Lille, Nord-Pas-de-Calais. Im Sommer geht es noch bei 0 Grad, aber im Winter sinkt die Temperatur tiefer und tiefer. Es ist schließlich der Norden! Um sich ein wenig aufzuwärmen, versammeln sich die Sh’tis, die Einwohner von Lille, bei den Konzerten von Skip The Use. Denn die sind derzeit so ziemlich das Heißeste, was Frankreichs Norden zu bieten hat und zwingen förmlich zu erhöhtem Bewegungsdrang. Wie ein Aerobicvideo aus den 80ern, nur mit besserem Sound. Indie, Rock, Electro, HipHop, und Funk sind fünf Wurzeln der fünf Kerle um Sänger Mat Bastard, und das erinnert durchaus an die britischen Kollegen von Bloc Party. Wobei bei Skip The Use die Betonung auf Party liegt, sowohl auf den drei Alben „Skip The Use“ (2009), „Can Be Late“ (2012) und „Little Armageddon“ (2014) als auch live auf der Bühne.

www.skiptheusemusic.com

 

Cats on Trees

CATS ON TREES

Freitag, den 19.09. @ Gruenspan, 20:55-22:00

Um als anständige Band zu gelten, braucht man manchmal nur zwei Leute. Das fanden auch Yohan und Nina aus Frankreich, als sie sich 2007 zusammentaten. Yohan konnte Schlagzeug spielen, Nina Klavier und außerdem hatte sie eine schöne Stimme. Die von Yohan eignete sich gut für den Background. Gemeinsam tüftelte man an einem unverwechselbaren Namen und kam auf die Idee, das Projekt Cats On Trees zu nennen. Das konnte sich jeder merken, weil schon jeder Mal Katzen auf Bäumen gesehen hatte und außerdem fragt man sich ständig, in welcher Beziehung dieser Name zu der Band und ihrer Musik steht. Die ist nämlich, wie die Single „Sirens Call“ beweist, leichter, eingängiger Pop, den man spätestens nach dem zweiten Mal mitsingen und mittanzen kann.

catsontrees.com // -> Unser Album des Monats gewinnen

 

JOE BEL

Freitag, den 19.09. @ Jazz Café, 23:20-00:20

Für die französische Sängerin und Songschreiberin Joe BeL begann die Karriere ungewöhnlich: Sie sang auf Klassenfahrt im WC und das derart gut, dass die Mitschüler aus allen Wolken fielen. Ähnlich verhält es sich mit den französischen Medien seit ihrer ersten EP „In The City“ (2012) und den Zuhörern ihrer Konzerte oder ihrer Auftritte im Vorprogramm von Asaf Avidan, Imany oder John Grant. Joe BeL ist eine Autodidaktin und schrieb im Alter von 12 Jahren ihre ersten Songs auf einem alten Synthesizer. Heimlich. Bis sie ihr Studium der Kunst- und Literaturgeschichte für die Musik schmiss, ahnten nicht einmal ihre Eltern etwas. Nun aber wird sich eine Sängerin mit viel Soul in der Stimme und warmherzigen, wahrhaftigen, von Stevie Wonder, Paul McCartney und Fela Kuti inspirierten Liedern herumsprechen: Joe BeL. La Belle.
joe-bel.com

 

Mélanie de Biasio

MELANIE DE BIASIO

Freitag, den 19.09. @ St. Pauli Kirche, 21:10-21:50

In die Jazz-Ecke möchte Melanie De Biasio nicht gesteckt werden. Obwohl ihr Album „No Deal“ doch ganz viel Jazz-Elemente enthält und ihre Stimme ein ähnliches Timbre wie Abbey Lincoln hat. Jazz sei auch in ihren Songs enthalten, aber genauso viel Chanson und Kammer-Pop. Die Sängerin hat eine Ausbildung am Brüsseler Konservatorium hinter sich und versteht es, meisterhafte Songs zu schreiben. Auf ihrem Album wird sie von Klavier, Bass und Schlagzeug begleitet, einer fast klassischen Jazz-Besetzung. Aber letztlich ist es einerlei, welche Genre-Schublade man für Melanie De Biasio aufzieht, ihre Stimme ist umwerfend.

melaniedebiasio.com

 

MUTINY ON THE BOUNTY

Freitag, den 19.09. @ Kaiserkeller, 22:30-23:10

Druck hatten Mutiny On The Bounty schon immer auf dem Kessel, wenn sie auf einer Bühne gestanden haben. Immerhin 15 Tourneen mit mehr als 500 Konzerten hat die 2004 gegründete Math-Rock-Band in ihrer Karriere schon gespielt. Um diese Wucht auch bei den Studioaufnahmen zu erreichen hat das Quartett Matt Bayles als Produzenten angeheuert. Bayles hat in der Vergangenheit bereits mit Pearl Jam und Mastodon gearbeitet und weiß, wie man die Energie von Studiosessions auf eine CD überträgt. Für die Aufnahmen ihres aktuellen Albums ist die Band nach Seattle geflogen und hat die zwölf neuen Tracks im Red Room Studio aufgenommen.

Mutiny on the Bounty Webseite

 

Natas Loves You

NATAS LOVES YOU

Freitag, den 19.09. @ Kaiserkeller, 20:30-21:10

Natas Loves You? Es gibt keine Gründe, diese Band nicht zu lieben. Die in Paris ansässige Band hat eine überbordende Phantasie bei ihrem Konzept des akustischen „Achten Kontinents“, auch wenn dieser Kontinent mit nur einer EP („Skip Stones“) noch etwas knapp umrissen ist. Aber Songs wie „Zeppelins“ oder „Go Or Linger“ versprechen schon sehr viel für die Zukunft von Natas Loves You. Indie und Electro-Pop, Psychedelic und Soul tanzen Hand in Hand über glitzernde Tanzflächen, luftig und leicht schwingen sich tolle Harmonien in immer neue Höhen auf und der Gesang wirkt so niedlich verschlafen wie ein guter Freund auf der Couch nach einer tollen Party.

Natas Loves You auf Facebook

 

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Talisco

TALISCO

Freitag, den 19.09. @ Grosse Freiheit 36, 20:00-20:40

Wenn man nicht genau wüsste, dass Jeff Buckley am 29. Mai 1997 im Mississippi ertrunken ist, könnte man glauben, dass er unter anderem Namen mit einem französischen Pass Wiederauferstehung gefeiert hätte. Talisco heißt ein junger Sänger aus Bordeaux, der auf geradezu lächerliche Weise ähnlich klingt wie der talentierte, aber tote Amerikaner. Die USA scheinen ein Sehnsuchtsland für den jetzt in Paris lebenden Sänger und Gitarristen zu sein, denn im Video seines Hits „Your Wish“ joggt er von einer Strandpromenade direkt in die Häuserschluchten von Manhattan, auf seiner ersten EP heißt ein Track „Mustang Blood“.

www.taliscomusic.com / -> Freikarten für die Talsico Tour gewinnen

 

We Have Band

WE HAVE BAND

Freitag, den 19.09. @ Uebel&Gefährlich, 22:40-23:40

“Never fuck in the band” ist eines der ältesten und ehernsten Gesetze in der Popmusik. Das heißt: Die Bandmitglieder lassen gefälligst die Finger voneinander, sonst ist irgendwann Emo-Drama und Zoff vorprogrammiert. Aber Thomas Wegg-Prosser und seine Frau Dede Wegg-Prosser waren zum Glück schon verheiratet, bevor sie 2007 zusammen mit Darren Banroft das Trio We Have Band gründeten. Und wie fruchtbar die Beziehung geblieben ist, sieht man immer noch sieben verflixte Jahre später an den beiden Alben „WHB“ (2010), „Ternion“ (2012), an diversen Gigs und Remixen von Gorillaz bis Bloc Party und am unvergleichlichen Sound der Drei. Dance-Punk und Electro, Percussion-Sessions mit Krautrock-Bands, Indie, Synthie und Wave zwischen Hot Chip und Human League perlen in einer Tour aus den drei kreativen Köpfen.

www.wehaveband.com

 

Asa

ASA

Samstag, den 20.09. @ Grosse Freiheit 36, 22:40-23:50

Vor sieben Jahren kam ASA auf den Hamburger Kiez mit ihrem ersten Album „Aṣa“, das erste Ausrufezeichen eines unscheinbaren, hinter einer mächtigen Hornbrille versteckten Mädchens, das von Kindesbeinen an nichts anderes wollte als singen. Das tat sie schon, als sie das elterliche Haus hütete und die Finger über die wohlsortierte Plattensammlung ihres Vaters wandern ließ. Fela Kuti, Marvin Gaye, Bob Marley. Afrobeat, Soul, Reggae. Dazu Jazz und Folk. Das findet sich auch auf “Aṣa” und dem nicht weniger begeistert aufgenommenen Nachfolger “Beautiful Imperfection” (2010) wieder.

asa-official.com

 

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Isaac Delusion

ISAAC DELUSION

Samstag, den 20.09. @ Mojo, 20:00-20:40

Ihre musikalischen Interessen sind unterschiedlich, dennoch haben Loic Fleury und Jules Paco vor drei Jahren ihr Projekt Isaac Delusion gestartet. Fleury ist eigentlich ein Singer-Songwriter mit einem Faible für Indie-Folk, Paco ein Produzent, der vor allem HipHop und Electro liebt. 2012 veröffentlichten die beiden Pariser ihre erste EP „Midnight Sun“ und gaben auch die ersten Konzerte. Um den Livesound fetter zu machen, holten sie als dritten Musiker den Bassisten Nicolas Bourrigan mit ins Boot. Inzwischen haben sie mit dem Keyboarder Bastien Dodard einen vierten Mann hinzu geholt und ihr Line-Up komplettiert. In nur zwei Monaten haben die vier ihr Debütalbum aufgenommen, in dem Dream-Pop mit Electro verschmilzt und auf dem Loic Fleurys gehauchte Stimme über dem schwerelosen Sound schwebt.

www.isaacdelusion.com

 

Lilly Wood & The Prick

LILLY WOOD & THE PRICK

Samstag, den 20.09. @ Docks, 20:40-21:30

Ein Hit beim letzten Reeperbahn Festival war das französische Duo Lilly Wood & The Prick alias Nili Hadida und Benjamin Cotto im Imperial Theater, ein Abend des Neo-Chansons mit discoesquer Ausgelassenheit. Schon damals waren die beiden Künstler aus Paris in ihrer Heimat ein ziemliches großes Ding und ihre Alben „Invincible Friends“ (2010) und „The Fight“ (2012) in aller Munde. In aller Ohren hingegen ist seit Juni diesen Jahres die Single „Prayer In C“, ein Remix von Robin Schulz und ein echter, weil tanzbarer und eingängiger Sommerhit: Numero Uno in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

lillywoodandtheprick.com / -> Lilly Wood Tournee Freikarten gewinnen

 

Natas Loves You

NATAS LOVES YOU

Samstag, den 20.09. @ Grüner Jäger, 20:15-21:00

Natas Loves You? Es gibt keine Gründe, diese Band nicht zu lieben. Die in Paris ansässige Band hat eine überbordende Phantasie bei ihrem Konzept des akustischen „Achten Kontinents“, auch wenn dieser Kontinent mit nur einer EP („Skip Stones“) noch etwas knapp umrissen ist. Aber Songs wie „Zeppelins“ oder „Go Or Linger“ versprechen schon sehr viel für die Zukunft von Natas Loves You. Indie und Electro-Pop, Psychedelic und Soul tanzen Hand in Hand über glitzernde Tanzflächen, luftig und leicht schwingen sich tolle Harmonien in immer neue Höhen auf und der Gesang wirkt so niedlich verschlafen wie ein guter Freund auf der Couch nach einer tollen Party.

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The Do

THE DØ

Samstag, den 20.09. @ Grosse Freiheit 36, 21:00-22:00

“Zu Beginn fesselnder, auf Dauer aber überkonstruierter und immer konfuser werdender Actionthriller”, schreibt das “Lexikon des internationalen Films” 2005 über Chris Nahons Thriller “Das Imperium der Wölfe”. Auch der französische Filmkomponist Dan Levy und die finnische Sängerin und Songschreiberin Olivia Merilahti sind nicht wirklich begeistert von diesem wirren Reißer, trotz Jean Reno in der Hauptrolle. Aber Job ist Job, und der Soundtrack, zu dem Dan Levy und Olivia Merilahti ihren Teil beitragen, ist nicht nur hörenswert, sondern auch Keimzelle ihrer gemeinsamen Band The Dø. Das erste Album “A Mouthful” erreicht 2008 gleich den Spitzenplatz in den französischen Charts, das ist sehr ungewöhnlich für Franco-Pop mit englischen Texten.

thedomusic.com / -> Freikarten für die Tournee im Oktober gewinnen

 

yalta club

yalta club

YALTA CLUB

Samstag, den 20.09. @ Spielbude, 21:40-23:00

– Yalta Club aus Paris wirkt auf Konzertbesucher wie Fruchtgummi auf Achtjährige. Eine Band, die Mundwinkel nach oben zieht, die gute Laune versprüht wie eine Bierdusche nach einem Tor. Denn egal ob es die fünf Herren mit Dame wie Cake oder The Strokes schrammeln lassen, wie Katzenjammer den Folk rocken oder wie Calexico auf der Tex-Mex-Welle reiten, sie tun es immer mit schier sorgloser Fröhlichkeit. So gewinnt man schnell neue Freunde. Oder gar Bandmitglieder. Sängerin Corinna Krome joggte durch einen Park in Paris, als Yalta Club dort gerade aufspielte.
yaltaclub.fr / -> Freikarten für die gewinnen

Neben den hier genannten Künstlern, die in Frankreich unter Vertrag sind, können Sie auf dem, Reeperbahn Festival weitere französische Showcases sehen: DJEDJOTRONIC, BODYBEAT, LENA DELUXE und OKAY MONDAY.

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