France @ Reeperbahn Festival: das komplette “Frankreich Line-Up”!

Mit Unterstützung des Institut Français, sorgt das bureauexport dafür, dass auch dieses Jahr beim Reeperbahn Festival vom 21.-24. September wieder zahlreiche in Frankreich produzierte Bands in Hamburg zu sehen sein werden.

Seit seinem Start in 2006 ist das Reeperbahn Festival zum Pflichttermin nationaler und internationaler Musikfans und Musikwirtschaftender avanciert und hat sich zu Deutschlands größtem Clubfestival entwickelt. Das Angebot umfasst über 600 Programmpunkte und ein Line-Up von über 400 Live Konzerten nationaler wie internationaler Bands und Künstler, die mehr als 70 Spielstätten in Clubs, Bars, Schiffen, Kirchen und Museen auf und um die Reeperbahn bespielen.

Auch zur diesjährigen Ausgabe des Festivals darf ein ausgewähltes französisches Line-up natürlich nicht fehlen. Insgesamt sind 21 acts ‘made in France’ bestätigt: ACID ARAB, ADRIEN SOLEIMAN, ALA.NI, ALEJANDRA RIBERA, AWA LY, BON VOYAGE ORGANISATION, CAMP CLAUDE, COLT SILVERS, GÉRALD KURDIAN, HER, HYPHEN HYPHEN, IMARHAN, INNA MODJA, JAIN, JEANNE ADDED, JUMO, LOLA MARSH, LLORCA, LOUANE und SOOM T, SUPERPOZE. Hier die Broschüre France @ Reeperbahn Festival 2016 mit allen Infos.

Jetzt den gerade veröffentlichten offiziellen Time-Table entdecken. Alle Konzerte inklusive Venues finden sich auch in unserem Konzertkalender.

Das vollständige bisher bestätigte Programm gibt es unter www.reeperbahnfestival.com

Hier bekommt Ihr Euer Ticket fürs Reeperbahn Festival 2016.

Das Frankreich-Line-Up!

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ACID ARAB (LIVE)

Die Band mit dem Namen Acid Arab ist eine echte Horizonterweiterung, die natürlich nur aus Paris kommen kann. Guido Minisky und Hervé Carvalho haben sich mit zwei Freunden zusammengetan und die Kombination des Namens lässt es bereits vermuten: Die Combo mixt orientalische Folklore mit allerlei verführerischen Acid-House-Klängen der alten Schule. Das sind Rhythmen, bei denen man einfach mittanzen muss und sich wahlweise in Trance oder Ekstase tanzen kann.

An Acid Arab kann man beobachten, dass Welten, die so verschieden erscheinen, doch sehr gut zusammenpassen. Musik liefert ohnehin den universellen Soundtrack dazu. Eingeweihte hierzulande fühlen sich manchmal an den mitreißenden Flow von Bollywood-Musicals erinnert. Kein Wunder, dass das angesagte Duo auf allen maßgeblichen Elektronik-Festivals von Melt bis Sonar schon vertreten war. Und natürlich gab es auch bereits eine Kollaboration mit dem großen Omar Souleyman, in der westlichen Hemisphäre mittlerweile der bekannteste Musiker der arabischen Welt.

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ADRIEN SOLEIMANadriensoleiman_print

Presented by: Kiosquorama Festival

Aus dem Elektromekka Paris kommt dieser verheißungsvolle junge Mann. Adrien Soleiman leimt verwegene Synthesizermelodien zusammen und überhöht sie nochmals mit seinem Falsett-Gesang. Er entpuppt sich als großer Melancholiker, der eine kunstvolle Schwermut und einen Hang zum gepflegten Drama mit großer Verspieltheit kreuzt.

Das klingt sehr indie, sehr französisch zugleich und fährt auch im Fahrwasser der großen Varieté- und Chanson-Künstler. Bevor im September das erste Album erscheint, hat Adrien Soleiman mit „Rue des Etoiles“ (übersetzt soviel wie Sternenstraße), bereits eine wirklich wunderbare EP herausgebracht. Ein Song wie „Près de moi“ etwa kommt als elegant mit der Tradition von 90er Disko spielender Hit daher. „Poisson Volant“ entfaltet wunderbare Dream-Pop-Miniaturen an Tasten und Gitarrensaiten. Auf Facebook gibt Soleiman sein Genre vielsagend mit „Bleu“ an. Und diese blaue Stunde ist wahrhaft eine Entdeckung wert.

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ALA.NI (c) Ira Rokka

ALA.NI

Die Songs der Sängerin Ala.Ni wirken wie aus der Zeit gefallen. Von einem Hauch klassischem Jazz à la Billie Holliday und großer Hollywood-Oper durchzogen. Dabei präsentiert sich die Sängerin als geradlinige und angenehm unaufdringliche Diva. Begonnen hat sie als Backgroundsängerin für Andrea Bocelli, Mary J. Blige und Damon Albarn. 2015 hat sie zu jeder Jahreszeit eine EP veröffentlicht. Darauf finden sich traumverlorene Balladen vom Aufkeimen einer Liebe, ihrer Reifung zur Blüte, von letzten Küssen bis zu manch bitterer Erfahrung, Entfremdung und schließlich den bleibenden süßen Erinnerungen.

Aber der größte Herzschmerz klingt nicht so schlimm, wenn ihn Ala.Ni besingt. Die sanften Pianoklänge, Gitarren, Trommeln und Hintergrundchöre verbindet sie so wunderbar mit ihrer Stimme aus Seide und Wärme, dass sie eine beruhigende Zeitlosigkeit ausstrahlen. Sie selbst versieht ihre Musik mit der eigenwilligen Wortschöpfung “Dark Disney”. Eine fantastische Welt, in der einem seltsame Gestalten begegnen können.

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Alejandra Ribera (c) Kristina Wagenbauer

Alejandra Ribera (c) Kristina Wagenbauer

ALEJANDRA RIBERA

Presented by: Canadian Independent Music Association (CIMA)

Alejandra Riberas Musik klingt auf den ersten Blick sehr hispanisch. Dabei verfügt sie über eine wahrhaft polyglotte Musikerbiografie. In Kanada geboren als Tochter eines argentinischen Vaters und einer schottischen Mutter, reiste Ribera schon früh durch die Welt. Nieder ließ sie sich am Ende in Frankreich. Hier entstand La Boca, ein Album auf dem die Songschreiberin mal mit dezenten Bossa-Nova-Rhythmen, dann wieder mit Jazz- und Folk-Melodien von ihrem bewegten Leben erzählt.

So grandiose Songperlen sind darauf zu finden wie das auf Englisch gesungene “I Want”, aber auch das von tanzbarer spanischer Folklore geprägte “Relojes”. Es sind überwiegend verträumte Songs, sehr entspannt und chillig und trotzdem raffiniert komponiert und instrumentiert. Alejandra Riberas Stimme klingt mal lieblich, mal rau. Als Performerin hat sie sich bereits Lorbeeren im Vorprogramm von Chilly Gonzales und Melody Gardot geholt.

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Awa-Ly-(c) Bernard-Benant

Awa-Ly-(c) Bernard-Benant

AWA-LY

Presented by: Chic Schnack

Auf Awa Ly passt vorzüglich das Prädikat polyglott. Ihre Eltern stammen aus dem Senegal, wo auch noch ein großer Teil ihrer Familie lebt. Sie selbst wurde in Paris geboren und ist dort aufgewachsen. Seit einigen Jahren lebt die 39 Jahre alte Künstlerin jedoch in Italien, wo sie nicht nur Teil der dortigen Jazz-Szene ist, sondern auch eine erfolgreiche Schauspielerin.

Eine Zeitlang hat sie eng mit dem neapolitanischen Gitarristen Pino Danile zusammengearbeitet und war mit ihm auch auf US-Tournee. Awa Ly spricht Französisch, Englisch und Italienisch und hat deshalb keine Probleme, sich entsprechend in ihren Texten auszudrücken, je nachdem, in welchem Land ihre Platten herauskommen oder wo sie gerade auf Tournee ist. Sie verfügt über eine dunkle Stimme mit einem samtigen Timbre, in ihre Art von Vocal Jazz fließen Folk, afrikanische und karibische Elemente ein und das macht ihre Songs so besonders. Ihre aktuelle Platte heißt „Five And A Feather“ – ein Album, so mehrsprachig wie die Künstlerin, die dahinter steht.

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BON VOYAGE ORGANISATION

Verwegene globale Tanzmusik kreiert die überaus stilvolle Band Bon Voyage Organisation. Im französischen Orly fanden sich die Musikerinnen und Musiker, die schwüle asiatische Science-Fiction-Elektronik, schwarze Tanzmusik der Gegenwart und eine Prise westliche Pop-Tradition miteinander kombinieren. Bassist Adrien Durand und Schlagzeuger Nicolas Ballay bilden das Herzstück, Pianist Maxime Kosinetz und Gitarrist Romain komplettieren das Line-Up, manchmal erweitert sich das Quartett um Saxofonist Julien und Keyboarderin Lucie.

Der Sound der Bon Voyage Organisation lässt sich auf die Koordinaten Miles Davis und Ray Bradbury summieren. Mit „Xingyè“ hat die Band eine experimentelle EP auf dem Markt. Songs wie „Shenzhèn 5“ vereinen Disco-Dancing der 1970er Jahre mit chinesisch inspiriertem Gesang. Andere Songs wie „Love Soup“ stehen eher in der Easy-Listening-Tradition und erinnern an Airs Soundtrack für „Lost In Translation“.

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CAMP CLAUDE

Presented by: Chic Schnack

Ihre Musik nennen sie „Sky Wave“. Gemeint ist damit ein Mix aus Rock, Pop und elektronischer Musik. Camp Claude ist ein internationales Trio, das in Paris lebt und seit 2013 zusammen Musik macht. Zu der Band gehören Diane Sagnier, Mike Giffts und Leo Hellden. Die drei haben es geschafft, eine einzigartige Musik zu kreieren, die sich allen gängigen Schubladen entzieht.

Die einzelnen Tracks klingen mal minimalistisch, mal unterkühlt, dann aber auch wieder ausgelassen und heiter. Die Franko-Amerikanerin und ihre Freunde aus Großbritannien und Schweden habe sich zu meisterhaften Stilmischern entwickelt. Diane ist Sängerin und Gitarristin der Band, Leo spielt Gitarre, Mike steuert die „Maschinensounds“ bei. „Swimming Lessons“ ist der Titel des Debütalbums, ihre Studiosessions beschreiben die drei als eine stetige Baustelle. Mike und Leo sind auf der Pop-Szene keine unbeschriebenen Blätter. Mike hat für die Avantgarde-Trip-Hop-Band Earthling aus Bristol gearbeitet, Leo war viele Jahre Wegbegleiter des schwedischen Singer-Songwriters Jay Jay Johanson. Diane kommt dagegen aus einem anderen künstlerischen Metier: Sie ist Fotografin und Filmemacherin, aber singen kann sie auch.

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Colt Silvers (c) Robin Pfrimmer

COLT SILVERS

Presented by: Chic Schnack

Böse Zungen behaupten, aus Frankreich käme kein richtiger Rockn Roll. Das stimmt natürlich nicht. Aus dem elsässischen Straßburg stammt etwa die sympathische Indie-Combo Colt Silvers. Sänger und Gitarrist Tristan Lepagney, Keyboarder Agnan Banholzer und Bassist Nicolas Lietaert kreuzen Indierockriffs mit aparten elektronischen Akzenten.

Zwei Alben und zwei EP’s entstanden so bereits. Für Ende September ist mit Swords ein neues Werk angekündigt. Colt Silvers lässt sich von filmischer Bildsprache inspirieren und unterläuft auch mal gerne die klassische Songstruktur zugunsten einer innovativen Experimentierlust. Schöne, erzählerische Tracks entstanden so, wie das mitreißende “2Hearts” oder auch das flirrende “Into the Desert Night”. Ihre klassische Indie-Fröhlichkeit würden sie dafür allerdings niemals aufgeben. Ein junger, frischer Sound, sehr global zudem, wie etwa das mit Ambient-Klängen versehene “Vindhya” beweist. Gesungen wird natürlich in Englisch.

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Gerald Kurdian

Gérald Kurdian (c) Morgan Roudaut

GERALD KURDIAN

Presented by: Kiosquorama Festival

Mit dem Charme von Minimal und Low-Fi und seinem heiteren Spoken-Word-Texten begeistert der französische Pop-Performer Gérald Kurdian seine Anhänger. Etwa, wenn er mit viel Wortwitz über das Ping-Pong-Spiel sinniert, wie in”La Mer du Nord” auf seinem aktuellen Album “Icosaèdre”. Kurdian zählt zu den jungen Neochansonniers wie Jerome Minière, Katerine oder Dominique A. Eine junge Generation, die sich mit Experimenten genauso auskennt, wie mit klassischem Songwriting und der Chanson-Tradition eines Alain Bashung.

Er braucht nur seine Stimme, Samples und jede Menge überbordende Kreativität. Kurdian eröffnet dem Zuhörer ein ganzes Universum. Schrill, utopisch und queer. Theaterfestivals und Choreografen schätzen seine Arbeit, die zwischen Utopie, Menschsein und lupenreiner Ästhetik oszilliert und damit für magische Momente sorgt, die über Pop weit hinausweisen. Ein Riesentalent, das es zu entdecken gilt. Angst vor Sprachbarrieren kann man getrost zu Hause lassen.

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HER

Der Sound von Her suggeriert auf jeden Fall Kunstverstand. Das Cover ihrer EP “Tape # 1” ziert ein Frauenakt in der Ästhetik der klassischen Moderne. Darauf zu hören sind entspannte Jazz-Indie-Pop-Klänge, darunter auch ein sehr gelungenes Sam-Cooke-Cover. Auf Fotos inszenieren sich Victor Solf und Simon Carpentier in fein geleckter Hurts-Manier. Die Musik ist jedoch ganz und gar sinnlich französisch, angelehnt an den hippen Sound von Jungle inklusive des verführerischen, Fuß wippenden Falsetto-Gesangs, angefangen bei dem soulig groovenden “Quite Like” bis zum verwegenen “Five Minutes”.

Allerdings sind die Texte in nahezu akzentfreiem Englisch gehalten. Die beiden Macher aus dem nordfranzösischen Rennes kennen sich schon lange, spielten noch zu Schulzeiten in einer Band mit dem launigen Namen The Poppoppos gemeinsam. Jetzt verwirklichen sie ihre gemeinsamen Songvorstellungen in äußerst verheißungsvollen, schwebenden Tracks.

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Hyphen Hyphen (c) Fanny Schilchter

HYPHEN HYPHEN

Aus dem südfranzösischen Nizza stammt dieses Quartett: Hyphen Hyphen. Es inszeniert sich ein wenig wie Abba in den 1970er-Jahren. Hyphen Hyphen badet in elektronischem Pop, der hymnisch und gerne auch opern- und musicalhaft sein darf. Gesungen wird auf Englisch und auch bei den Kostümen gibt man sich Mühe.

Begegnet ist sich die Gruppe am Konservatorium in Nizza. Sante und Puss sind Kindheitsfreunde, die beiden anderen, Line und Zac trafen sie in der Schule. Seit 2009 ist Hyphen Hyphen musikalisch unterwegs, auch wenn erst 2015 das Debütalbum Times (Parlophone Label Group/Warner) herauskam. Die Songs wie “Just Need Your Love” oder “I See Myself” zünden auf Anhieb mit großen Emotionen im breitwandigen Cinemascope-Format. Schon vor Release ihres ersten Albums zählten Hyphen Hyphen mit ihren mitreißenden und energetischen Live-Shows zu den Höhepunkten der großen französischen Festivals wie Rock en Seine oder Eurockéennes.

Bei den diesjährigen Victoires de la Musique in Frankreich erhielten sie den begehrten Preis “Entdeckung der Musikszene”!

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IMARHAN

Schon vor mehr als 30 Jahren wurde in Tamanrasset im Süden Algeriens die Band Tinariwen gegründet. Ihre Kleidung war zwar noch traditionell wie bei den Tuareg üblich, doch ihre Musik verband die Folklore des Nomadenvolkes aus der Sahara mit westlicher Rock– und Pop-Musik. Imarhan stammen ebenfalls aus der Wüstenstadt Tamanrasset und sie beziehen sich ausdrücklich auf Tinariwen. Doch die fünf Musiker um den Gitarristen Sadam Abderahmane gehören einer jungen Generation an, die mit dem Internet und YouTube aufgewachsen ist.

Sie sind gerade die Band der Stunde und kreieren einen groovenden Sound aus Blues, Rock und Funk und natürlich aus Rhythmen der Tuareg. Ihr Debütalbum ist beim Berliner Label City Slang erschienen. Im Publishing sind sie jedoch bei den Franzosen von Wedge. Das allein ist schon ein Garant für erstklassige Qualität, denn Labelchef Christof Ellinghaus hat ein untrügliches Gespür für spannende und ungewöhnliche Musik.

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INNA MODJA

Inna Modja ist eine der modernen Stimmen aus Mali. Sie gehört zur jungen, kritischen und politisch engagierten Generation afrikanischer Künstler. Für ihre Musik wird sie gefeiert. Inspiriert von der elterlichen Plattensammlung und ihren sechs Geschwistern, die alle auf Hip Hop, Disco und Heavy Metal standen, entschloss sich Inna Modja selbst Musik zu machen. Der legendäre malische Musiker Salif Keita stand ihr dabei als Mentor zur Seite.

Ihr neues Album Motel Bamako (VÖ. 27.09.2016 – Warner) spiegelt ihr vielfältiges Engagement wider und bedeutet gleichzeitig eine Wende ihres musikalischen Stils – zurück zu ihren Wurzeln nach Mali. Prominente Gäste auf dem Album sind Sängerin Oumou Sangaré (Mali), Rapper Baloji (Kongo), Rapper Oxmo Puccino (Frankreich), Jazz-Griot Kaabi Kouyaté (Guinea). Ein spannender Mix aus traditioneller afrikanischer Musik mit modernen Soul-, Hip Hop- und Dance-Elementen.

Das Model, die Schauspielerin, Texterin und Komponistin Inna Modja engagiert sich aktiv für Themen die ihr wichtig sind. Unter anderem setzt sich die malische Sängerin für den Kampf gegen die Beschneidung oder Gewalt gegen Frauen und für medizinische Hilfe in Afrika ein.

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JAIN

Presented by: NDR 2

Aus dem schönen südfranzösischen Toulouse stammt die – inzwischen in Paris lebende – berückende Sängerin Jain. Mit ihrer Musik steht sie weniger in der Tradition von Chanson oder Neo-Chanson, als in der des mitreißenden French Pop, auch Varieté genannt, wie ihn Zaz auch über das Land hinaus erfolgreich verbreitete. Jain, bürgerlich Jeanne Louise Galice, verbrachte als Kind polyglotter Eltern ihre Jugend in diversen Ländern, lernte das Tablaspiel in Dubai und nannte eine Zeitlang den Kongo ihr Zuhause.

All diese Einflüsse, wirbelnde, abwechslungsreiche, afrikanische Perkussion aber auch mal von Lateinamerika inspiriertes Gitarrenspiel hört man auf ihrem inzwischen vergoldeten Debütalbum Zanaka. “My Soul is in Africa”, singt sie da im Eröffnungssong “Come”. Und mit “Makeba”, einer Reminiszenz an die große afrikanische Sängerin, landete sie einen Werbehit. Das ganze Album ist auf Englisch gehalten, was den Hörerkreis auch hierzulande erweitern dürfte.

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Jeanne Added (c) Marikel Lahana

Jeanne Added (c) Marikel Lahana

JEANNE ADDED

Die Musik von Jeanne Added geht auf positive Weise an Nerven und Nieren. Die Band ist ganz auf ihre charismatische Sängerin, eine auf Englisch singende Französin, zugeschnitten. Die unglaubliche Bandbreite ihrer Stimme, die die leise Liebesode genauso beherrscht wie das druckvolle Kraftpaket, kommt nicht von ungefähr. Jeanne Added hat zunächst ganz traditionell auf dem Konservatorium studiert, Cello-Stunden genommen und viel Musik gehört, darunter so unterschiedliche Künstler wie Klaus Nomi, Prince und Nirvana.

Wer Be Sensational, das Debütalbum von Jeanne Added hört, wird all diese Einflüsse zwischen Industrial-Punk, Elektro-Pop und der Pathos verliebten Gefühlsballade wohltuend wiederfinden. Nach und nach entwickelt sie ihren eigenen Stil, nimmt sich dabei Freiheiten heraus, und die reichen sogar bis hin zum ganz bewussten Singen neben der Tonlage. Und selbst dann klingt sie noch gut.

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Jumo (c) Yannick Le Merlus

Jumo (c) Yannick Le Merlus

JUMO

Presented by: Chic Schnack

Für saftige elektronische Musik ist das französische Projekt Jumo genauso bekannt wie für eigenwillige Visuals bei Liveauftritten, die wie gezeichnet wirke. Das kommt nicht von ungefähr. Der zwischen Paris und dem Atlantik lebende Künstler ist Teil des Kollektivs CELA, das Video, Klang, Grafik und Animation zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Die Illustratorin Nina Guy übersetzt die abstrakten, minimalistischen Elektroklänge Jumos in berückende Grafiken.

Auf der EP „Nomade“ (Nowadays Records) breitet Jumo ein ganzes Universum vor uns aus: introspektive Melodien, aufgeladen mit großen Gefühlen, unterlegt von zuckenden, auch mal an R&B erinnernden Beats, die kleine dramatische Filme vor unserem Auge erzeugen. Am offensichtlichsten gelingt das in „Alée“. Andere Tracks kommen den Elementen und Naturphänomenen musikalisch auf die Spur. In „The Wind“ ähnelt der Gesang stark dem von James Blake. In „Désert“ korrespondiert die aufgeräumte Klangstruktur mit der Magie leerer Wüstenlandschaften.

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LOLA MARSH 5_240x240LOLA MARSH

Presented by: Virgin Records Germany

Getroffen haben der Multi-Instrumentalist Gil Landau und die Sängerin Yael Shoshana Cohen sich in Tel Aviv, wo beide Musik studierten. Sie gründeten sehr bald die Indie-Folk-Band Lola Marsh. Beeinflusst sind sie von amerikanischen Bands wie den Fleet Foxes. Beide schreiben komplexe und luftig-leichte Arrangements, die ideal zu Strandspaziergängen oder sommerlichem Chillen passen.

Aus dem Duo ist inzwischen ein Quintett geworden: Mati Gilad (Bass), Rami Osservaser (Gitarre, Piano) und Dekel Dvir (Drums) komplettieren die Band mit dem warmen Sound. In Deutschland sind Lola Marsh keine Unbekannten, denn AnnenMayKantereit nahmen sie als Vorprogramm mit auf Tournee. Die Debüt-EP heißt “You’re Mine”, das erste Album soll Anfang 2017 erscheinen.

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LLORCA

Presented by: Membran, The Orchard

Angefangen, Musik am Computer zu kreieren, hat Ludovic Llorca mit vorsintflutlichen Geräten wie einem Commodore 64 oder einem Amiga-Rechner. Das war aber noch im vorherigen Jahrhundert- Nachdem er eine Hand voll Techno– und House-Platten auf kleinen Labels veröffentlicht hat, unterschrieb er 1997 unter seinem Familiennamen Llorca bei dem bekannten französischen Label F-Communications und veröffentlichte dort drei EPs und im Jahr 2001 die LP “Newcomer”.

Mit mehr als 170.000 verkauften Einheiten wurde das Album zum Hit und Llorca zu einem Star der Szene. In den vergangenen Jahren ist er auf vielen wichtigen Festivals mit Sängern und Musikern aufgetreten, hat Compilations zusammengestellt und Soundtracks für Werbeclips so berühmter Marken wie Chanel, Hennessy und Yves Saint-Laurent komponiert. Viele seiner House-Tracks haben soulige Grooves, sind extrem gut tanzbar und besitzen eine Eleganz, wie sie vielen französischen DJs und Produzenten eigen ist. 2017 wird Llorca sein lang erwartetes zweites Album namens The Garden veröffentlichen.

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LOUANE

Presented by: NDR 2

Von einer Castingshow-Kandidatin wie dieser können wir hierzulande nur träumen. Louane, bürgerich Anne Peichert, hat bereits mit 13 Jahren erstmals im TV gesungen, mit 16 Jahren erreichte sie das Halbfinale von “The Voice, la plus belle voix”. Auch bei uns lief ihr mädchenhafter Hit “Avenir” auf allen Radiostationen rauf und runter und spielte sich bis auf Platz Drei der Charts und zum Goldstatus hoch. Bei aller zur Schau gestellten Natürlichkeit, die nichts mit Lolita-Vorbildern zu tun hat, hat Louane eine leichte Unebenheit in der Stimme, die das besondere Etwas ausmacht.

Ihr Debütalbum Chambre 12 (Mercury/Universal) ist gespickt mit weiteren federleichten Songs, die von den viel zu früh verstorbenen Eltern, der Jugend, Fluchtgedanken und Courage handeln. Verpackt in sympathischen Gitarren-Pop. Damit nicht genug, widmet sich Louane auch noch der Schauspielerei und heimste auch hier bereits Nachwuchspreise ein (Verstehen Sie die Béliers?)

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SOOM T

In der Elektro- und Hip-Hop-Szene bewegt Soom T sich bereits seit Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Rapperin hat ihre Stimme Bands wie The Orb, Asian Dub Foundation, King Creosote und vielen anderen zur Verfügung gestellt. Auf mehr als 50 Alben ist sie vertreten. Stile von Punjabi Bhangra und Künstler wie Lauryn Hill, Rage Against The Machine und auch Jazzkünstler habe diese bemerkenswerte Vokalistin beeinflusst.

2011 hat die vielseitige Musikerin sogar ein Musical geschrieben, das sich um die sogenannten “Glasgow Girls” dreht. Das ist eine Aktivistinnen-Gruppe, die sich in der schottischen Metropole um Flüchtlinge kümmert. Soom T gehört zu jenen Pop-Künstlern, die sich politisch einmischen und ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit erheben. Das gelingt ihr mit großer Empathie und einer Stimme, die manchmal an den Soul von Neneh Cherry erinnert.

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Superpoze (c) Nathanne LE CORRE

SUPERPOZE

Lässige elektronische Spielereien, die Musik von Superpoze wirkt so geschmeidig und smooth als käme sie direkt aus den Londoner Clubs und bleibt dabei doch absolut französisch in ihren Melodien. Die Tradition großer Elektronikprojekte wie Laurent Garnier stand hier unverkennbar Pate.

Hinter Superpoze steht ein junger Mann mit Namen Gabriel Legeleux. In Caen geboren, studierte er Perkussion am Konservatorium und unterhielt schon als Schüler seine erste Band. Heute sorgt er von Paris aus mit melodischen Instrumental-Tracks, gespickt mit schleppenden Rhythmen für Aufsehen. Mit Opening (Import) hat er neben diversen EPs bereits ein feines Debütalbum herausgebracht, ein Werk von berückender Intimität, gleichzeitig voller Experimentierfreude. Mehr Kontemplation als Dancefloor. Und doch findet sich darauf auch die eine oder andere Reminiszenz an den jenseitigen Breitwand-Pop eines Jean-Michel Jarre.

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