Jeanne Added im September auf Tour

Mit Mittelmäßigkeit will sich Jeanne Added nicht abgeben. Schon das Cover ihres Debüt-Albums ziert der ziemlich offensive Titel Be Sensational. Klassik, Jazz, Indie-Rock, Grunge, Theatermusik … Genres und Schubladen gäbe es viele für Jeanne Added. Das Dumme ist nur: Sie passen alle nicht. Die 1980 in Reims geborene französische Sängerin und Multiinstrumentalistin ist so umtriebig wie schwer zu verorten… Doch jetzt haben wir sie deutlich auf dem Radar. Im September kommt die Französin für drei Konzerte nach Deutschland…

TERMINE

20.09.2016 Frankfurt – BrotfabrikTickets – KONZERT ABGESAGT –
21.09.2016 Köln – Studio672Tickets  – KONZERT ABGESAGT –
22.09.2016 Hamburg – Reeperbahn FestivalTickets

ALBUM

Be Sensational (KW2016/06, Naive/Indigo)

Von ihren klassischen Wurzeln, sagt Jeanne Added, sei inzwischen “nur noch wenig in meiner Musik übrig geblieben, ich selbst würde sogar sagen: eigentlich gar nichts.” Allerdings könne sie da auch einer Selbsttäuschung unterliegen, “all diese Jahre lassen sich vermutlich nicht einfach mal so auslöschen, als habe es sie gar nicht gegeben.” Sie liegt hier aber goldrichtig, denn von einem Jazzalbum kann im Falle von Be Sensational nicht ernsthaft die Rede sein. Stattdessen begegnet der Hörer einer Art von elaboriertem Pop, der irgendwie zwischen den Dekaden herum wandelt und sich in ihnen die stets schönsten Blüten pflückt, ohne sie deshalb gleich zu einem kompatibel hübschen Sträußchen zu binden.

2011 lud das Indie-Pop-Duo The Dø Jeanne Added als Toursupport ein, kurz darauf machte sie sich mit rund 40 Auftritten als Duo mit Marielle Chatain von The Dø einen Namen in der französischen Indie-Szene, gleichzeitig lud sie der algerischstämmige Rockstar Rachid Taha ein, auf seinem Album Zoom mitzuspielen: Zusammen nahmen sie ein orientalisch angehauchtes Remake von Elvis’ “Now Or Never” auf.

Das Team, mit dem sich die 35-Jährige bei der Produktion ihres Debüt-Albums Be Sensational umgab, ist ein überschaubares. Sie selbst singt, spielt Bass und Keyboards, Dan Levy spielt ebenfalls Keyboards und ist außerdem für Drums und Programming zuständig, Marielle Chatain, Saxophonistin von The Dø ist seltener Gast am Mikro, wiederum Keyboards und Percussions. Mit anderen Worten: Dieses kleine Wunderwerk geht in der Sparte Electronic Music ins Rennen, ist aber weit mehr und klingt dabei nach allem Anderen als Synthie Pop. Eher schon nach Singer/Songwriter 2.0, nach einer Vision dessen, was im digitalen Zeitalter mit dessen Mitteln noch berühren könnte und auch wirklich kann.

Auch live ist Jeanne Added ein echtes Erlebnis, was sie u.a. im vergangenen November als einer der Acts des CHIC SCHNACK Festivals im FluxBau unter Beweis stellte. Ihr erinnert Euch?

Weitere Playlists unter www.deezer.com/app/chicschnack

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