Kulturarena mit Blick Bassy, Leyla Mccalla und Delgres

Aus musikalischer Sicht sind wohl die meisten heute populären Stile aus migrantischen Erfahrungen und dem Clash von Kulturen entstanden. Eines der besten Beispiele hierfür ist mit Sicherheit der Blues. Sein Weg führte bekanntlich von Westafrika über die Sklaventransporte in die Karibik und die Südstaaten und von dort in den 1930er-Jahren bis in die Bars von Chicago oder Harlem, er strahlte weltweit aus als Grundlage des Rock‘n‘Roll, des Soul, des Rap und lebt bis heute in unzähligen Interpretationen fort. Dieser ebenso tragischen wie großartigen Geschichte von Entwurzelung und Wanderung, von Hoffnung und der Suche nach Identität versuchen wir in einer langen Blues-Nacht nachzuspüren. So konzertieren an diesem Abend in einer sehr seltenen Konstellation gleich drei Trios auf der Arenabühne.

 

Migration Blues
Datum: Samstag, 29. Juli 2017
Ort: Kulturarena, Theatervorplatz, Schillergäßchen 1, 07745 Jena
Beginn: 19:30 Uhr
Einlass ab: 18:30 Uhr

BLICK BASSY

Mit Blick Bassy eröffnet den Abend ein höchst erfolgreicher kamerunischer Musiker, der – wie viele seiner Landsleute – selbst das Exil kennt. Entsprechend gemischt ist sein Stil, von westafrikanischen Wurzeln über Bossa, Jazz bis hin zum klassischen Blues zieht er alle Register, um über aktuellste Fragen zu sprechen: über den Traum vom besseren Leben, über Unwahrheiten, falsche Hoffnungen und beglückende Momente.

LEYLA MCCALLA

Leyla McCalla hingegen steht als New Yorkerin mit haitianischen Wurzeln, die jetzt in New Orleans lebt, ganz für die amerikanische Genese des Blues. Seit ihrem Debüt 2013 mit einer musikalischen Hommage an den Dichter und Bürgerrechtler Langston Hughes sammelt sie Lieder und Traditionals aus dem amerikanischen Süden und formt daraus mit Cello und einer umwerfenden Stimme eine neue, von Blues durchtränkte Akustik-Folkmusik.

DELGRES

Delgres schließlich tragen zwar einen karibischen Kämpfer gegen die Sklaverei im Namen (Louis Delgrès lebte im 18. Jahrhundert auf Haiti), dahinter verbergen sich allerdings mit Pascal Danaë, Baptiste Brondy und Rafgee drei gestandene französische Musiker. Wenn die drei aber gemeinsam zu Gitarre, Schlagzeug und Sousaphon greifen, dann erhebt sich ein wahrer Sturm auf der Bühne. Ihre Musik ist eine Hochenergieversion des Blues mit kreolisch-französischen Einschlägen.

TICKETS
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