Magma: die Band aus Frankreich mit eigenem Musik-Genre kommt im Oktober auf Tour

Magma ist Frankreichs Band mit dem größten Einfluss auf die anglo-amerikanisch dominierte Musik der Neuzeit. Eine Band, die praktisch im Alleingang ein neues Musik-Genre begründet und für ihren Gesang eine eigene Sprache erfindet. Zeuhl nennt sich besagtes Genre, dem heute weltweit zahlreiche Bands zuzurechnen sind. Im Oktober ist Magma für mehrere Konzerte in Deutschland und steht im Vorfeld der Tournee für Interviews zur Verfügung.

TERMINE:
12.10.2016 Berlin – Kesselhaus – Kulturbrauerei Tickets
13.10.2016 Hamburg  –  Markthalle Tickets
15.10.2016 Leverkusen – Scala Club Tickets
17.10.2016 Stuttgart – Theaterhaus Tickets
18.10.2016 Frankfurt – Das Bett Tickets

Was Magma ab 1969 kreiert hat, wird oft als Nebenast des Progressive-Rock kategorisiert. Doch in der rhythmisch vertrackten Fusion-Musik der Franzosen finden sich nicht weniger Elemente von Jazz (im Stil eines John Coltrane oder Sun Ra), Klassik (Carl Orff, Igor Strawinski) sowie osteuropäischer Folklore (etwa in Magmas fast schon sakralen Chorgesängen). Ergänzt werden die unverwechselbaren Kompositionen des Magma-Masterminds Christian Vander durch futuristische bis philosophische Inhalte.

In kobaïanischen Songtexten, auf deutschen und slawischen Sprachbrocken basierend, geht’s um den fiktiven Planeten Kobaïa, um Einwanderer von der Erde, um außerirdische Weltretter. Und dazu passt natürlich das Plattencover, das der Schweizer H.R. Giger für Magma zeichnete, ehe ihn Hollywood mit dem Oscar für sein “Alien“-Filmdesign adelte.

Wie aus dem Science-Fiction-Lager hat die französische Band auch reichlich Zuspruch aus der Fangemeinde harter Rockmusik. Weil Motörhead, Mötley Crüe oder Queensrÿche die Umlaute der kobaïanischen Kunstsprache so geliebt haben. Oder weil dem Zeuhl immer mal wieder Metal-Zutaten zugemengt worden sind, vor allem von japanischen Bands. In ihrer Heimat hat die nach wie vor von Christian und Stella Vander geführte Band schon immer die Häuser gefüllt, doch heute wird sie auch vom – weitgehend nachgeborenen – Publikum in den USA und Südamerika, in Japan und China gefeiert.